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PÄDA – 125 Jahre gelebte Tradition

Pfarrer Julius Axenfeld

Das PÄDA kann auf mehr als 125 Jahre Tradition zurückblicken. Immer entscheidend geprägt von der Familie Kühne, welche die Werte des Gründers Prof. Otto Kühne kontinuierlich verkörpert und in zeitgemäßer Form in den Schulbetrieb einbringt.

Wie es begann

Pfarrer Julius Axenfeld gründete 1883 mit vier Schülern das so genannte „Evangelische Pädagogium“. Vier Jahre später gewann er den 1. Inspektor des Loccumer Alumnats in Hameln, Prof. Otto Kühne (1859 - 1942), als Mitarbeiter. Kühnes Bedenken, den sicheren Staatsdienst aufzugeben, wischte Axenfeld mit leichter Hand hinweg: „Sehen Sie“ sagte er, „das ist die Feigheit der deutschen Gelehrten; auf ihrer Stube sitzen sie und schreiben ihre Ideale in die Kladde, klappen das Buch dann zu und meinen, nun hätten sie Ideale gehabt. Aber für Ideale einzutreten, wagt niemand.“

Prof. Otto Kühne hatte ganz eigene, für seine Zeit innovative Vorstellungen von einer Internatsschule. Eine Art „Pädagogische Provinz“, eine Anzahl von Familienhäusern mit jeweils kleinen Schülergruppen statt großer Unterkünfte mit Schlafsälen und großen Speiseräumen schwebte ihm vor. Persönliche Erziehung, Fürsorge für den einzelnen, familienähnliches Zusammenleben von älteren und jüngeren Schülern unter der Obhut von Lehrern, „Hauseltern“ mit ihren Familien für jedes Haus, für alle Häuser aber eine gemeinsame, leistungsfähige Schule mit einem motivierten großen Lehrerkollegium: Das waren seine Idealvorstellungen. Unter solchen Voraussetzungen könnten auch durch widrige Umstände im Elternhaus benachteiligte Schüler ihren Weg zum Erfolg finden. Schule und Internat müssten jedoch durch einen gemeinsamen Träger vereint sein

Evangelisches Pädagogium
1920 nach dem Brand

Bereits zwei Jahre nach dem Eintritt von Prof. Kühne in Axenfelds Pädagogium übernahm Otto Kühne das Internats-„Schülchen“ auf eigene Rechnung, denn Axenfeld hatte zu viele andere Aufgaben in seiner Gemeinde. Zu der Zeit gab es zwei Internatshäuser, in denen sich gleichzeitig der Unterricht für nunmehr 39 interne und externe Schüler abspielte. Bis 1897 stieg die Schülerzahl auf 224, im Winter 1906 betrug sie 450, mit entsprechender Zahl von Internatshäusern, die damals zum größeren Teil angemietet waren. Wenn Rektor Kühne in den Anfangsjahren „manchmal nachts mit klopfendem Herzen wachlag“, so konnte er alsbald mit Zuversicht und Gottvertrauen der Zukunft entgegensehen. 1893 begegnete er der zunehmenden Raumnot mit dem Bau eines kleinen Schulhauses. 1896 wurde seine Schule, damals noch Progymnasium, staatlich anerkannt, also mit allen Rechten ausgestattet. 1901 wurde das „Große Schulhaus“ eingeweiht, das inzwischen mit der Denkmalschutzplakette ausgezeichnet worden ist. 1922 erhielt die Schule Otto Kühnes das Recht, die Abiturprüfung im eigenen Hause abzuhalten. Seither ist sie Vollgymnasium. 

1983 feierten Internat und Schule das hundertjährige Jubiläum des PÄDA. 1987 gedachten sie der hundertjährigen Wiederkehr des Tages, als Rektor Kühne mit einigen treuen Studienfreunden sein großes Werk begann. Sein Sohn, seine Enkel und nunmehr auch Urenkel haben in guten und schweren Zeiten in enger Gemeinschaft mit loyalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in all den vergangenen Jahrzehnten die Gründungsgedanken und pädagogischen Leitlinien Otto Kühnes lebendig gehalten und bedacht und werden ihnen auch zukünftig folgen, zum persönlichen Wohlergehen und Erfolg der ihnen anvertrauten Jungen und Mädchen, denen sie im PÄDA so etwas wie eine zweite Heimat geben möchten.

Es soll auch in Zukunft bei dem traditionellen Leitgedanken am PÄDA in Godesberg bleiben: Lex suprema salus liberorum, d.h. oberster Grundsatz unserer Erziehungsarbeit ist, unser Tun und Handeln nach bestem Wissen und Können auf die Förderung unserer Schülerinnen und Schüler auszurichten.