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Taizé-Fahrt (Einführungsphase der Oberstufe)

Der Fachbereich Religion bietet für die Schülerinnen und Schüler der EF die Teilnahme an einer achttägigen Fahrt nach Taizé an. Diese Tage werden als Besinnungstage im Sinne des Leitbildes der Taizé-Bruderschaft gestaltet.

Informationen über Taizé

Communauté von Taizé ist der Name einer Gemeinschaft von Brüdern, die Frère Roger 1940 im südburgundischen Dorf Taizé ins Leben rief. Zu ihr gehören mittlerweile Männer aus über 25 Ländern – Katholiken und Protestanten. Mit der Gründung der Communauté von Taizé wollte Frère Roger Wege bahnen, die Zerrissenheit unter den Christen und die Konflikte in der Menschheit zu überwinden. So war die Communauté in ihren Anfängen auch ein Zwischenquartier für jüdische und andere Flüchtlinge im 2. Weltkrieg, später kümmerte sie sich um deutsche Kriegsgefangene. Schon lange leben einzelne Brüder auf anderen Erdteilen unter den Armen.

Internationale Jugendtreffen finden seit 1957/58 das ganze Jahr über jede Woche in Taizé statt. Oft sind es Tausende aus allen Teilen Europas und anderen Erdteilen gleichzeitig – bis zu 100 Nationen in einem Sommer. Junge Erwachsene im Alter von 17 bis 29 Jahren dürfen jederzeit für eine Woche kommen. Das Dorf liegt in der Nähe von Cluny, 100km nördlich von Lyon und genau 650km vom Päda entfernt, von dem aus seit 1991 jedes Jahr eine Gruppe für eine Woche nach Taizé reist.

Quellen des Glaubens stehen während der Treffen in Taizé im Mittelpunkt. Bei Bibeleinführungen durch Brüder der Communauté und in Gesprächsgruppen geht es darum, einen Sinn für das Leben zu finden oder zu vertiefen. Über Jahrzehnte wurden Hunderttausende von Jugendlichen in Taizé mit einer zentralen Frage konfrontiert: Wie kann man Glauben und Engagement, inneres Leben und Solidarität mit den Menschen miteinander verbinden? Mehrere Generationen haben dort nicht nur einen Sinn für das Gebet und eine universalere Sicht der Kirche gewonnen, sondern auch Gespür für verletzte Menschenrechte, internationales Bewusstsein, Vertrauen in fremde Völker und Sinn für die Vordringlichkeit des Friedens und Teilens unter den Kulturen erworben. Verantwortung wird auch ganz praktisch eingeübt: Jeder hat in der Woche Aufgaben zu erfüllen (z.B. spülen, putzen, Kinder betreuen, die Kirche aufräumen oder Nachtwache machen), durch die das Zusammenleben so vieler Menschen erst möglich wird.

„Vereinfachen und teilen heißt nicht, sich für Kargheit zu entscheiden. Vereinfachen, um intensiv, im Augenblick zu leben: Darin findest du Geschmack am Leben. Vereinfachen und teilen, heißt, seine Identität in Christus Jesus finden, der als Armer unter Armen geboren wurde.“
    Frère Roger

Gemeinsame Gebete mit „Gesängen aus Taizé“ finden morgens, mittags und abends mit den Brüdern der Communauté und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Kirche der Versöhnung statt, die die Mitte der Hütten- und Zeltstadt bildet. Die „Gesänge aus Taizé“ sind in zahlreichen Sprachen auf der Erde verbreitet: wortarme, lang anhaltende Wiederholgesänge, die einen meditativen Charakter haben und mit denen sich ein ruhiges gemeinsames Gebet entfalten kann.

„Barmherziger Gott, lass uns Wege finden, dich im Gebet zu erwarten und deinen Blick zu empfangen, der voll Liebe auf dem Leben eines jeden ruht.“
    Gebet von Frère Roger

Weitere Informationen gibt es unter www.taize.fr oder bei Herrn Hof (hof[at]paeda.de). Interessierte Schülerinnen und Schüler der EF können sich kurz nach Karneval bei einer Informationsveranstaltung für die Fahrt anmelden. Aus organisatorischen Gründen und gruppendynamischen Prozessen vor Ort können wir aber leider nur ca. 30 Schülerinnen und Schüler aus der EF mitnehmen.

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