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Aktuelle Berichte


Halloween-Kuchenverkauf

Drei Tage lang, nämlich vom 29.-31. Oktober, gab es einen schaurig-schönen Kuchenverkauf am Päda: Wir Fünftklässler und unsere Eltern haben 25 Kuchen gebacken, und diese wurden in den Pausen für einen Euro von uns verkauft. Es gab Gruselmuffins, Brownies mit Augen darauf, dunklen Schokokuchen und Muffins mit Spinnenfüßen. Lange Schlangen standen vor den Verkaufstischen. Es waren so viele Kuchen da, dass am dritten Tag nur noch 50 Cent genommen wurden, was natürlich alle gefreut hat.

Trotzdem sind 335 € zusammengekommen!

Von dem Geld werden 100 € der Englisch-Fachschaft für Preise gegeben. Diese kann man zum Beispiel bekommen, wenn man im Abitur in Englisch außerordentlich gut war. zu Die restlichen 235 € werden an die Op de Hipt Kinderstiftung gehen. Wer mehr über diese wissen will, kann unter www.opdehipt-kinderstiftung.de nachschauen.
So haben wir neuen Päda-Kinder für arme Kinder etwas Gutes getan – und es hat auch noch Spaß gemacht!

Leon Gebel, 5c


Belgradaustausch 2019

In der letzten Woche vor den Herbstferien machte sich unsere 10-köpfige Schülergruppe in Begleitung von Frau Fuhr und Herrn Sauerwein auf den Weg nach Belgrad für einen einwöchigen Austausch mit dem Dritten Belgrader Gymnasium. Um 8:30 an einem Freitagmorgen standen wir alle ungeduldig vor dem Schulgebäude und fuhren schließlich mit dem Bus zum Flughafen von Eindhoven (Niederlande) von dem unser Direktflug nach Belgrad abflog. Nach der mit Spannung erwarteten erste Begegnung unserer Austauschschüler konnten wir den ersten Abend unseren Gastfamilien verbringen.

Das offizielle Programm startete am Samstag mit einer Erkundung von Belgrad: Neben einer geführten Besichtigung der beeindruckenden Kirche des Heiligen Savas durch einen Religionslehrer unserer Austauschschüler konnten wir gemütlich erste Eindrücke der Stadt auf einer Tour in Doppeldeckerbussen sammeln. Schließlich wurden wir von einem Tourguide noch zu Fuß auf einem langen Spaziergang durch das Zentrum von Belgrad geführt. Nach so einem langen ersten Tag waren wir alle etwas geschafft und haben den Abend in unseren Gastfamilien verbracht. An den weiteren Tagen gab es neben den „offiziellen“ Programmpunkten immer noch ein weitere von unseren Austauschpartnern organisierte Treffen, wie z.B. ein gemeinsamer Bowlingabend oder ein gemeinsames Essen in einem Diner. So konnten wir uns auch als Gruppe sehr gut kennenlernen. Nach einer anfänglichen Kälte am ersten Tag wurde es im Laufe der Woche immer wärmer. Trotzdem konnte der geplante Ausflug zum Berg Avala nicht stattfinden, da es dort aufgrund der sehr exponierten Lage zu kalt und windig war. Stattdessen wurde sich kurzerhand mit dem Großteil der Gruppe im Shoppingcenter Usćer zum gemeinsamen Shoppen getroffen. Abends waren wir gemeinsam in einem traditionellen serbischen Restaurant.

Zum Start der Schulwoche in Belgrad wurden wir im dortigen Biologieunterricht mit einer großen vorbereiteten PowerPoint-Präsentation begrüßt, bevor wir in Kleingruppen Plakate zu einzelnen Personen erstellt haben, deren Leben in irgendeiner Art und Weise mit Deutschland und Serbien verknüpft war bzw. ist; zu nennen sind hier z.B. Albert Einstein und Heinrich Heine. Nachmittags fuhren wir gemeinsam nach in das wohlhabende Stadtviertel Topčider und besuchten dort das Museum für afrikanische Kunst, dessen Exponate keinen Kolonialisierungshintergrund besitzen, sowie das Jugoslawische Stadtarchiv und ein kombiniertes Aquarium und Tropikarium. Alle drei Führungen waren sehr interessant.

Dienstags morgen besuchten wir morgens wieder die Schule: Neben einer gemeinsamen Stunde zu „deutsch- serbischer Lyrik und dessen Bezug zur Epoche der Romantik“ konnten wir beide den Deutschunterricht der Abiturienten besuchen und somit einen besseren Eindruck des dortigen Schulsystems gewinnen. Deutsch wird an dem Dritten Belgrader Gymnasium als zweite Fremdsprache unterrichtet. Im Vergleich zu den Französisch-Kenntnissen unserer Q2-Schüler fielen uns die unterschiedlichen und landesspezifischen Leistungsanforderungen auf: „Wenn man eine Fremdsprache fehlerfrei und umfassend erlernen möchte, geht man nach Möglichkeit in ein extra dafür eingerichtetes Institut, da unser Bildungssystem eine gründliche Aufarbeitung rein zeittechnisch gesehen überhaupt nicht hergibt.“, so eine unserer Austauschschülerinnen (11. Klasse). Nächster Programmpunkt war das nahe gelegenen Nicola Tesla Museum, in welchem sowohl sein Lebensweg als auch all die von ihm bewiesenen Theorien äußerst anschaulich und auf interaktive Art dargeboten wurden. Die darauffolgende Stadtrally sollte uns deutschen Schülern auf spielerische Weise einen ganz neuen Blickwinkel auf die wunderschöne Innenstadt Belgrads eröffnen. Einige von uns durften anschließend gemeinsam mit ihren Austauschschülern in 6er-Gruppen den thematisch passenden Tesla-Escape Room lösen.

Mittwochmorgen hieß es wieder einmal früh raus aus den Federn, denn die Besichtigung eines Instituts für Mikrobiologie stand an: Gemeinsam fuhren wir als Gruppe mit Bus und Bahn zu dem Institut und erhielten dort eine interessante Einführung in die verschiedensten Bereiche der Biologie samt Rundgang durch die einzelnen Labore. Vesna, die dortige Deutschlehrerin und Hauptorganisatorin des Austauschs auf serbischer Seite aus, arbeitet darüber hinaus am Goethe-Institut in Belgrad. Der Besuch eben dieses Instituts endete in einem spannenden Quiz, bei welchem wir mit unserem bisher erlernten Wissen über Belgrad glänzen konnten.

An unserem letzten Tag besuchten wir alle zusammen einen kostenfreien Naturwissenschaftspark und mieteten uns anschließend Fahrräder, um den nahegelegenen See Ada zu umrunden. Die letzte uns gemeinsam verbleibende Zeit mit den Belgradern ließen wir abends bei ein paar Getränken in einem zentral gelegenen typisch serbischen Pub ausklingen. Leider ging es für uns am nächsten Morgen bereits früh zurück zum Flughafen, jedoch freuen wir uns schon sehr die Gruppe im kommenden Mai wieder vereint zu sehen.

Wir alle sind sehr dankbar für die wertvollen Erfahrungen sowie interkulturellen Freundschaften, die wir sammeln durften und sagen: Bis Irgendwann mal Serbien, du hast uns sehr gut gefallen!

 

Zoe Mihm & Joana Murmann


Digitalisierung am Päda

Wir am Päda sind seit einiger Zeit dabei, unsere Schule kontinuierlich zu modernisieren und unser Methodenrepertoire sowie unsere technische Ausstattung zeitgemäße Anzupassen. Das Thema Digitale Medien und Schule ist von der Bildungspolitik bei den Schulen angekommen und wir nehmen unseren Auftrag ernst, indem wir in enger Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern unsere vorhandenes Equipment prüfen und mit Bedacht Erweiterungen planen. Ein Bestandsaufgabe zu Beginn dieses Schuljahres zeigt den im Folgenden aufgelisteten Stand der Dinge:

Allgemeines

  • Die beiden Computer-Räume wurden modernisiert. Dort läuft nun ein neues servergestütztes System (Windows-Server mit dem Netman-System der Firma H+H, neue Software und PCs/ThinClients für einen der Computerräume, neue Lehrer- PCs). Mit dem System können mittelfristig auch Schüler über eigene Geräte auf das WLAN und den Server zugreifen, so dass Schüler mit einem Notebook auch alle Programme nutzen können, als säßen sie im Computerraum.
  • Wir haben in eine schnellere Internetverbindung investiert. Außerdem erfolgte die Umstellung von Teilen der Verkabelung im Päda auf Glasfaser.
  • Es gibt nun viele neue WLAN-Router im Alt- und Neubau, so dass die Lehrkräfte überall guten Empfang haben. Mittelfristig soll dieses WLAN auch für Klassen nutzbar gemacht werden.
  • In allen Räumen im Neubau wurden neue Beamer installiert, inkl. Boxen und Verkabelung.
  • Mit Unterstützung des VESDEP haben wir fünf Unterrichtsräume im Altbau mit Smartboards ausgestattet, insbesondere für den Fremdsprachen- und den Oberstufenunterricht.
  • Wir werden weiter in neue Ausstattung investieren – mit Mitteln des Programms „Gute Schule 2020“ und des Digitalpakts.
  • Begleitet wird der Prozess durch den innerkollegialen Arbeitskreis „Medien und Technik“.

MINT-Bereich

  • Installation und Nutzung fachspezifischer Software zur Videographie (viana), die geeignet ist, beschleunigte Bewegungen wie z. B. den Wurf eines Basketballs physikalisch zu untersuchen.
  • Anschaffung und Nutzung von Dokumenten-kameras für den Physik-Unterricht
  • Einsatz von dynamischer Geometrie-Software, Computer-Algebra-Systemen und Demonstrations-Software für die graphikfähigen Taschenrechner, die das visuelle Verständnis von geometrischen Problemstellungen und funktionalen Zusammenhängen fördern

Informatik

  • Personalplanung: Mit drei Informatiklehrern ist die Fachschaft im Vergleich mit anderen Bonner Gymnasien vergleichsweise groß und engagiert.
  • Regulärer Informatikunterricht in der Oberstufe, Informationstechnische Grundbildung (ITG) bereits in den Jgst. 5 und 7
  • Anschaffung von Lego-Robotern (EV3, neueste Generation) für den EF-Informatikunterricht
  • Einrichtung einer wöchentlichen und schulübergreifenden Lego-Roboter-AG zusammen mit dem Aloisiuskolleg und der Montessori-Grundschule. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Unterstufe und bringt den Teilnehmern, von Oberstufenschülern unterrichtet, Grundelemente des Programmierens näher.

Modernisierung der Computerräume

  • Sprachen: Alle Sprachenräume im Altbau wurden mit Beamern und Boxen und weitere Räume im Altbau mit Smartboards ausgestattet
  • Der flächendeckende Einsatz von Audio- und Videosequenzen, interaktiver Software und Hörverstehensübungen ist gewährleistet.

Kunst

  • Installation und Nutzung neuer Software für die digitale Bildbearbeitung und den digitalen Filmschnitt im Projektkurs Kunst
  • Anschaffung und Nutzung von Dokumentenkameras

Medieninformationszentrum MIZE

  • Individualisiertes Lernen im eigenen Tempo
  • Selbstständiges Arbeiten mit Anleitung und Beratung
  • Zugriff auf konventionelle und elektronische Medien
  • Internet-Arbeitsplätze für Online-Recherchen
  • Unterstützung bei der Vorbereitung von Referaten, Facharbeiten oder des Abiturs
  • Mehr Eigenverantwortung und Motivation für den Lernprozess sowie Spaß am Lesen
  • Förderung der Medienkompetenz und Übungsfeld für neue Formen des Lernens
  • Zentraler Treffpunkt für Arbeitsgruppen
  • Nutzbar in Freistunden, aber auch im Unterricht

Schulcloud

  • Erprobt wird derzeit der Instant-Messenger schul.cloud für Schüler und Lehrer. Derzeit sind dort etwa 25 Lehrer und etwa 250 Oberstufenschüler aktiv. Das erste Feedback der Beteiligten ist positiv, eine Evaluation und ggf. flächendeckende Einführung geplant.
  • schul.cloud ist ein DSGVO-konformer Messenger mit integrierter Dabeiablage, der datenschutzkonform Ende-zu-Ende-verschlüsselt, auf deutschen Servern bereitgestellt wird und kostenlos eine gute Alternative zu WhatsApp für Lehrer und Schüler bietet, die digital gestütztes Lernen fördert und schnelle Kommunikation erleichtert.
  • Wir warten auf das seit vielen Jahren vom Land NRW angekündigte Programm Logineo.

Moodle

  • „Moodle“ ist bei uns seit Jahren im Einsatz – eine Lernplattform im Intranet, die den Austausch und die Bereitstellung von Arbeitsblättern, Stundeninhalten und Fragen ermöglicht. Sie wird auch an den Universitäten verwendet und wird auf einem eigenen Server bereitgestellt.
  • „Moodle“ bietet die Möglichkeit, in virtuellen Klassenräumen Unterrichts-Materialien, Foren und Links zu bereitzustellen.
  • Jetzt auch als App verfügbar.
  • „Die Vorbereitung aufs Abitur mit Moodle war einfach großartig!“ (Abiturient Leistungskurs Deutsch 2019)

Medien-Erziehung

  • Systematische Präventionsarbeit der Sozialwerkstatt zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen in der Unterstufe
  • Präventionsprojekte der Sozialwerkstatt für die Stufen 5-11, u.a. zu Themen wie (Cyber)-Mobbing, Gefahrenbewusstsein bei Medien-Nutzung etc.
  • Beratungsgespräche zur Unterstützung in Konfliktsituationen und zum Ausbau vorhandener Stärken mit unseren Beratungslehrern und unserer Diplompädagogin Melanie Riedel
  • Fachunterricht in „Informationstechnischer Grundbildung“, in der Regel in den Jgst. 5 und 7 in enger Kooperation mit den Klassenlehrern
  • Elternabende zu fachspezifischen Themen etwa zur Mediennutzung („Chat und Co“)
  • Erarbeitung eines schuleigenen Medienkompetenz-Curricu-lums bis Sommer 2020
  • Erarbeitung eines Curriculums „Umgang mit sozialen Medien“ in Abstimmung mit der Sozialwerkstatt
  • Fortlaufender Arbeitskreis „Medien und Pädagogik“

Kuchenverkauf zu Halloween

Drei Tage lang, nämlich vom 29.-31. Oktober, gab es einen schaurig-schönen Kuchenverkauf am Päda: Wir Fünftklässler und unsere Eltern haben 25 Kuchen gebacken und diese wurden in den Pausen für einen Euro pro Stück von uns verkauft. Es gab Gruselmuffins, Brownies mit Augen darauf, dunklen Schokokuchen und Muffins mit Spinnenfüßen. Lange Schlangen standen vor den Verkaufstischen. Es waren so viele Kuchen da, dass am dritten Tag nur noch 50 Cent genommen wurden, was natürlich alle gefreut hat.
Trotzdem sind 335,- € zusammengekommen! Von dem Geld werden 100,- € der Englisch-Fachschaft für Preise gegeben. Diese kann man zum Beispiel bekommen, wenn man im Abitur in Englisch außerordentlich gut war. zu Die restlichen 235,- € werden an die Op de Hipt Kinderstiftung gehen. Wer mehr über diese wissen will, kann unter www.opdehipt-kinderstiftung.de nachschauen.
So haben wir neuen Päda-Kinder für arme Kinder etwas Gutes getan – und es hat auch noch Spaß gemacht!
 
Leon Gebel, 5c


Wandzeitungsprojekt der zur Kinderarmut in Lateinamerika im MIZE ausgestellt

Der Q1 Grundkurs Spanisch stellt derzeit im MIZE sein Wandzeitungsprojekt zur Kinderarmut in Lateinamerika aus. Die ausschließlich spanischen Artikel bilden mit eindrücklichen Fotografien facettenreich die Lebenswirklichkeit von Millionen Kindern in Peru, Bolivien oder Mexiko dar.

Das Projekt entstand im Zuge der thematisch entsprechend eingebetteten Unterrichtsreihe und versucht der Thematik kritisch auf den Grund zu gehen. Neben oft tragischen Einzelschicksalen sind Drogenabhängigkeit, Kinderprostitution, Kinderarbeit aber auch die nachhaltige Arbeit von NGOs Schwerpunkt des Projekts, das derzeit in den Räumen des MIZE ausgestellt ist. Ein Besuch lohnt sich v.a. für Spanischkurse, aber auch für interessierte Schülerinnen und Schüler, die anhand der Bilder und anderer fremdsprachlicher Kenntnisse sich einen Eindruck verschaffen können.

Gratulation allen Kursteilnehmern für die tollen Leistungen.

Saludos cordiales

M. Oberlader


Vizemeister bei Tennis-Stadtmeisterschaften

Die Mädchen- und Jungenmannschaft vom Päda werden Vizemeister bei Tennis-Stadtmeisterschaften.

In diesem Jahr ging das Päda am 9. und 11. 10. mit zwei Teams, einer Mädchen- und einer Jungenmannschaft, an den Start der Tennis-Stadtmeisterschaften Bonn, frei nach dem Motto: Doppelt spielt besser!

Während sich die Jungenmannschaft im Finale bei einem Stand von 3:3 nach sechs Matches aufgrund der geringeren Punktzahl geschlagen geben musste, verloren die Mädchen (Sarah Wohlfarth, Sophie Greilach, Nina Kuhlmann, Lena Kersten) knapp mit 2:4.

Wir gratulieren den beiden Teams zu ihrem sportlichen Erfolg und werden nächstes Schuljahr wieder doppelt angreifen. Ein herzlicher Dank gilt auch Frau Getachw und Frau Wohlfarth, die die Teams bei den Turnieren begleitet haben.

Sportliche Grüße
Mathias Oberlader


Die IVK aus mathematikdidaktischer Perspektive

"I believe that the insights into [mathematical] learning in contexts where communication between all participants cannot be taken for granted has much to offer." (Jill Adler, 2004, südafrikanische Mathematikdidaktikerin)

Wie die Zeit im Flug vergeht; seit über zwei Jahren unterrichte ich nun Mathematik in der IVK und lerne dabei stetig dazu. Was ist seitdem passiert: Es begann alles mit meinem Promotionsprojekt, in welchem ein Zugang zur elementaren Algebra mithilfe von Figurierten Zahlen entwickelt wurde und dieser mehrfach in der IVK durchgeführt wurde (1)

Durch diese Unterrichtstätigkeit hat sich insbesondere die Vorstellung der Wirksamkeit eines hauptsächlich sprachfördernden Mathematikunterrichts als naiv herausgestellt: So konnte ich in meiner Dissertation einen vorläufigen Beschreibungsrahmen herausarbeiten, der neben der sprachlichen Komponente weitere Aspekte benennt, die die der Heterogenität in der IVK gerecht werden und in einem verantwortungsvollen Unterricht adressiert werden müssen.

Wenn man die ganzheitliche Perspektive auf die Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, ist der Mathematikunterricht ein Mosaikstein, der zu ihrer Bildung beizutragen versucht. Dabei ist der fachdidaktisch zentrale Aspekt, in wieweit die spezifischen Charakteristika des Faches einerseits einen aktiven Zugang jenseits der Verfügbarkeit eines elaborierten Sprachcodes ermöglichen und zudem zu einer Entwicklung der Persönlichkeiten (im Sinne der Aufklärung) der Schülerinnen und Schüler beitragen können.

Es hat sich gezeigt, dass dies mit dem im Rahmen meiner Dissertation diskutierten Ansatz gelingen kann und dass in der so gestalteten Unterrichtsumgebung kreative Potentiale der Schülerinnen und Schüler für alle Beteiligten erleb- und erfahrbar werden. Trotz unterschiedlicher Lebens- und Lernbiographien und einer in vielen Dimensionen zu bedenkenden Heterogenität der Lerngruppe gelingt es so in vielen Fällen, den Schülerinnen und Schülern einen passenden Platz in der Bildungsstruktur des Gymnasiums (einschließlich der EF der gymnasialen Oberstufe) zuzuweisen, in dem sie sich weiter entfalten und gemäß ihres eigenen Wollens und ihrer Möglichkeiten zu qualifizierten Schulabschlüssen gelangen können.

Diese Entfaltung des positiven Potentials der Schülerschaft gelingt m.E. nur durch das außerordentliche Maß an engagierter Flexibilität, mit der die IVK von Frau Dr. Coester geführt und die Schülerinnen und Schüler betreut werden. Im Mathematikunterricht ist die notwendige Individualisierung ebenso wie die Anregung „lokaler“ Diskurse durch das Teamteaching (2) und die gelegentliche Unterstützung von Eltern und außerschulischen Helfern realisiert. Dieses Modell ist fachdidaktisch als so erfolgreich einzustufen (3), dass auch von Seiten der Universität Bonn die Entwicklung der IVK im Mathematikunterricht mit großem Interesse verfolgt wird und Frau Dr. Coester schon mehrfach als Referentin in Seminare zur Fachdidaktik Mathematik eingeladen wurde.      

Die Arbeit in der IVK trägt – da im Wesentlichen die gleichen Lernprozesse und -hemmnisse bei Begriffsentwicklung und Bedeutungsgewinn wie in Regelklassen auftreten, dies aber oft unmaskierter – auch zur Reflexion der Lehrkräfte über implizit angenommene Selbstverständlichkeiten in der Wirklichkeit schulischen Lernens bei. Über die von der Otto-Kühne-Schule in besonderer Weise übernommene humanitäre Verpflichtung hinaus, den geflüchteten Kindern und Jugendlichen einen nach Möglichkeit und Einsichtsfähigkeit selbstbestimmten Weg zur schulischen Bildung aufzuweisen, ist der reflektierte und im kollegialen Diskurs immer wieder erörterte Unterricht in der IVK also auch ein Beitrag zur Qualitätsentwicklung des Mathematikunterrichts an unserer Schule.

Dr. Marc Sauerwein

Weiterführende Literatur:

  1. Figurierte Zahlen als produktiver Weg in die Mathematik. Ein Entwicklungsforschungsprojekt im Kontext einer Internationalen Vorbereitungsklasse (Dissertation, Springer Verlag)
  2. Teaching mathematics in an international class: Designing a path towards productive disposition (vorgestellt auf der CERME11, dem elften Kongress der europäischen Forschungsgesellschaft für Mathematikdidaktik in Utrecht, Niederlande)
  3. (mit Malte Mink) Mathematikunterricht in einer Internationalen Vorbereitungsklasse.
    In Vohns (Hrsg.), Mitteilungen der GDM, Heft 103 (2017).

„Wenn Du schweigst, bin ich blind!“ – Bericht vom Profilkurs Sportjournalismus

(Worte eines blinden Zuschauers zu Herrn Nass vor einem Bundesligaspiel)

Im Rahmen des einjährigen Profilkurses „Sportjournalismus“ nutzten wir die Projekttage in der letzten Schulwoche, um mehr über Blindenreportagen in Stadien zu erfahren.

Die Projekttage knüpften an den Spielbesuch Bayer 04 – RB Leipzig vom April 2019 an, bei welchem wir bereits Grundlagen einer Blindenreportage vor Ort kennengelernt hatten. Im Rahmen des Bundesligaspiels hatten wir bereits im Stadion durch den Einsatz von Dunkelbrillen „am eigenen Körper“ erlebt, wie es sich anfühlt, auf die Stimme eines Blindenreporters angewiesen zu sein, um dem Spiel folgen zu können. Dabei haben einige von uns sogar die Chance genutzt, nahezu die komplette 1. Halbzeit auf diesem Weg zu erleben.

Die Leitfrage, die sich jetzt durch die Projekttage zog, war entsprechend: „Warum gibt es Blindenreportagen und wie funktionieren sie genau?“ Geleitet wurden die Projekttage von Björn Nass (Blindenreporter bei Bayer Leverkusen und bundesweiter Ausbilder von Blindenreportern für die 1. und 2. Bundesliga),  Herrn Königs (Leiter unseres Profilkurses und Lehrer am PÄDA) sowie Herrn Winden (Lehrer am PÄDA und Co-Leiter des Kurses).

Am ersten Tag der Projekttage lernten wir Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a – d sowie eine Schülerin der 10b spielerisch die Welt blinder und sehbeeinträchtigter Menschen kennen. Mit Hilfe von Simulations- und Dunkelbrillen unternahmen wir Führungen durch das Schulgebäude und lernten in Ansätzen nachzuempfinden, wie es ist, blind zu sein.

Anhand von Basisinformationen von Herrn Nass lernten wir alle anschließend das Verorten des Balles auf einem Fußballfeld, die Reportage einzelner kurzer Spielszenen und das Vorbereitungsprocedere für eine Blindenreportage kennen.

Mit vielfältigen Informationen und Hilfestellungen gelang es Herrn Nass, der Gruppe Grundlagen zu vermitteln, die allen TN‘/TN sehr helfen sollten, eine ca. zehnminütige Reportage eigenständig anzugehen.

Den zweiten Projekttag begannen wir mit der Besprechung der Hausaufgaben. Diese hatten darin bestanden, zu Hause zu recherchieren, wie man sich als Blindenreporter auf ein Fußballspiel vorbereitet und welche Quellen man dazu verwendet. Zudem sollten wir uns Basisinformationen von Lieblingsvereinen aneignen, um gut auf die anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet zu sein.

Daraufhin zeigte unser Referent, wie er seine Vorbereitungen als professioneller Blindenreporter erledigt und welches Wissen bzw. Können vorausgesetzt wird. Wie am Vortag durften wir uns – auf eigenen Wunsch nochmals – gegenseitig mit Dunkelbrillen und weiteren Simulationsbrillen rund um das Schulgelände führen, um weitere Sensibilität für die Welt der Menschen mit Sehschädigungen und für den Umgang mit ihnen zu erlangen und ihnen auch deutlichere sprachliche Hinweise zu geben, da unsere Wortwahl viel präziser sein musste als im Gespräch mit sehenden Gesprächspartnern. So lernten wir am zweiten Tag, uns auf unsere Aufgabe zu konzentrieren und die Bedürfnisse unserer Zielgruppe besser zu beachten.

Im Verlauf erklärte Herr Nass der Gruppe durch Rollenspiele die wichtigsten Elemente und Merkmale einer Blindenreportage und wir durften anhand kurzer Filmszenen in Kleingruppen selbst reportieren. Nach genügend Übung durften sich einzelnen Schülerinnen und Schüler unter Beweis stellen, indem sie alleine eine mehrminütige Spielszene unter Einblendungen von Stadionatmosphäre reportieren sollten. Mit seinem Fachwissen beurteilte unser Referent jeweils die Reportagen und hat sich abschließend bereit erklärt, talentierte Schülerinnen und Schüler mit ins Stadion zu nehmen und diese dann live bei Bayer 04 Leverkusen reportieren zu lassen.

Mit einer kurzen Feedbackrunde schloss Herr Nass diese sehr interessanten und informativen Tage ab.

Die Verleihung der beiden  Zertifikate für das Seminar „Blindenreportage“ sowie für den nun abgeschlossenen ganzjährigen „SPOJO-Profilkurs“ war ein krönender Abschluss unseres Schuljahres.

Keya Ernst (8c) und Isabel Wierschem (10b)


Zum Samstagsunterricht am Päda

Wie fast alle anderen Gymnasien in NRW waren wir seit der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit in G8 unterwegs. Im Gegensatz zu anderen Schulen konnten wir durch den Unterricht am Samstag in der gesamten Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 9) auf den Nachmittagsunterricht verzichten. In der Sekundarstufe II (Klassen 10 – 12) wurden einzelne 7. Stunden, z.B. Spanisch, sowie Projektkurse, Vertiefungskurse und der Sportunterricht im Nachmittag erteilt.

Die Vorteile, die aus dem 6-stündigen Samstagunterricht und den somit in der Regel freien Nachmittagen in der Sek I resultierten, haben wir dazu genutzt, den Schülerinnen und Schülern an jedem Nachmittag von 14 bis 16 Uhr eine Hausaufgabenbetreuung anzubieten. Diese wurde und wird bei den Eltern sehr stark nachgefragt, obwohl die Teilnahme kostenpflichtig war und ist, da die Qualität der Arbeit der dort tätigen Aufsichtspersonen wohl überzeugt.

Mit der Umstellung auf G9 ist die in den verschiedenen Jahrgängen vorgegebene Wochenstundenzahl geringer als im alten G8. Damit scheint ein Verzicht auf den Samstagsunterricht bei weitgehendem Verzicht auf Nachmittagsunterricht machbar. Unsere jetzigen 5. und 6. Klassen haben in diesem Schuljahr samstags frei. Für die jeweils neuen 5. Klassen wollen wir dies auch beibehalten. Solange wir jedoch noch G8-Jahrgänge haben (also die aktuellen Klassen 7 – 9 in der Mittelstufe), werden wir an den Strukturen in der Sekundarstufe 1 zunächst nichts verändern können. – Diese Klassen werden den Samstagunterricht voraussichtlich weiter im Plan haben, bis sie in die Oberstufe kommen.

Unsere Planungen und Überlegungen gehen dahin, unter Erarbeitung neuer Modelle für die Übermittagsbetreuung und die Hausaufgabenbetreuung für die kommenden G9 – Jahrgänge Möglichkeiten auszuloten und Modelle auszuarbeiten, die den Samstagunterricht entbehrlich machen. Sobald wir in der Planung dieser Modelle weitergekommen sind, werden wir die Eltern unserer aktiven Schülerinnen und Schüler zum einen informieren und zum anderen nach ihrer Meinung zum Thema befragen.


Das Päda für Insekten

Bei den Projekttagen 2019 hat eine Teilgruppe des Projekts „Päda for Future“ ein wunderschönes Insektenhotel in Form des Päda-Altbaus gebaut, das einen Platz am Gerätehaus im Biogarten gefunden hat. Das bisherige kleine Insektenhotel ist an einen Baumstamm umgezogen.

Was es sonst noch Spannendes im Biogarten gibt, können Sie hier nachlesen.

 

 

 


Verleihung der Urkunden „Cambridge Young Learners“ (Flyers)

Auch in diesem Jahr haben wieder 18 Schülerinnen und Schüler aller 6. Klassen an der Sprachprüfung der University of Cambridge mit sehr großem Erfolg teilgenommen und in den Bereichen Writing-Listening-Speaking hervorragende Ergebnisse erzielt.

Die Schülerinnen und Schüler wurden durch die beiden Referendarinnen, Frau Draba und Frau Mayer, bestens auf die Prüfung vorbereitet.

Die Überreichung der Urkunden erfolgte in diesem Jahr durch die neue stellvertretende Schulleiterin, Frau Dr. Clarenz-Löhnert.

CONGRATULATIONS!!

(Astrid Gesthuysen, Fachbereich Englisch)

 

 

 


Bücherei AG im Jungen Theater

Die Bücherei AG hat sich in diesem Schuljahr zum Abschluss des Schuljahres einen Theaterbesuch gegönnt. Mit sieben Personen zogen wir los ins Junge Theater Beuel, um uns das Stück „Die ??? und der Fluch des Piraten“ anzuschauen. Wir erlebten ein spannendes Theaterstück, eine Pädaschülerin auf der Bühne und einen rundum gelungenen Ausflug.
Nun wünschen wir allen Schülerinnen und Schülern tolle Ferien und hoffen darauf, im nächsten Schuljahr ein paar neue Gesichter in der Schülerbücherei AG begrüßen zu können.

Euer Bücherei Team


Projekttage 2019

Am 9. und 10. Juli 2019  fanden an unserer Schule wieder einmal Projekttage statt, dieses Jahr unter dem Motto „Über den Lehrplan hinaus”. Dabei wurden den Schülerinnen und Schülern rund 50 Projekte mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten. Zur Auswahl standen kreative, biologische, technische, wissenschaftliche oder sportliche Themen.

Das kreative Angebot umfasste u. a. das Erstellen von Fadengrafiken, den Bau einer neuen Bank für den Schulhof, das Nähen verschiedener Deko-Utensilien, das Recyclen alter Jeans zu Sport- und Kulturbeuteln sowie die Herstellung lebensgroßer Stoffpuppen.  

Sportlich begeisterte Schülerinnen und Schüler konnten ihre Kenntnisse im Jonglieren mit Bällen, Tüchern, dem Diabolo oder dem Jonglierteller verbessern, Standardtänze wie Walzer, Quickstep oder Tango erlernen oder bei einem Trainer des SC Hertha Bonn ein Fußballtraining absolvieren.

Technisch-Interessierte programmierten Lego-Roboter oder produzierten Zeichentrick-Kurzfilme, Wissenschaftlich-Begeisterte tüftelten an der Aufgabe, möglichst belastungs- und tragfähige Brücken aus Papier und Nudeln zu konstruieren; wieder andere lernten den artgerechten Umgang mit Fischen und deren Haltung im Aquarium.
Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I hatten darüber hinaus die Möglichkeit, die ersten Aufgaben des Wettbewerbs „Ohne Moos nix los” zu lösen.
Außerdem gab es aus der Lehrer- und Elternschaft Verschiedenes zum Thema ‚Nachhaltigkeit’, so auch das Projekt ,,PÄDA for Future", in dem Schülerinne nund Schüler Insektenhotels bauten, Müll am Rhein sammelten oder wiederverwendbare Jutebeutel bemalten. In einem anderen Projekt wurden Roboter aus Computerschrott gebaut.

Neben all diesen tollen Aktionen und Angeboten konnte der Sanitätsdienst des PÄDA an einer zweitägigen Fortbildung teilnehmen und unter anderem Vorträge zur Anatomie und Physiologie des Menschen anhören. Für das leibliche Wohl wurde durch die Herstellung leckerer Marmeladen und Gelees sowie gesunder Fruitbowls gesorgt.

Einige Projekte fanden außerhalb der Schule statt. So wurden verschiedene Bonner Museen und die Müllverbrennungs- und Kläranlage der Stadt besucht und eine Exkursion nach Berlin unternommen, um dort die umliegenden Konzentrationslager zu besichtigen.

Fazit der Projekttage ist auch in diesem Jahr, dass die Schülerinnen und Schüler des PÄDA interessante Einblicke in zahlreiche Themen erhalten haben und wieder viel selbst ausprobieren und gestalten konnten. Tolle Erfahrungen, die ohne die vielen helfenden Hände von Eltern und Lehrern sowie Schülern der Q1 nicht möglich gewesen wären. Vielen Dank daher an alle, die aktiv mirgewirkt haben!

Helene Elsner (Q2, SV)

© 2019 ǀ Otto-Kühne-Schule Godesberg GmbH

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