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PÄDAGOGISCHE ARBEIT – MIT KONZEPT, ENGAGEMENT UND LEIDENSCHAFT

Unterricht im Fach Philosophie

Philosophie in den einzelnen Jahrgangsstufen

Jahrgangs-
stufe

Wochen-
stunden

5

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6

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7

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8

-

9

-

10

3

11

3

12

3

Lehrende:

Herr Luz, Frau Thomas, Frau Wackertapp, Herr Hiob

Das Fach Philosophie ist am Päda mit Eintritt in die Oberstufe wählbar. Der Unterricht läuft zeitlich parallel zu den Fächern Evangelische bzw. Katholische Religion, sodass die Schülerinnen und Schüler eine Entscheidung zwischen diesen drei Fächern treffen müssen. Diese Alternative ist ihnen aus der Mittelstufe bekannt, wo sie zwischen Religion und Ethik wählen können. Die Idee, die dahinter steht, ist die, dass alle Schüler jenseits religiöser Orientierung ein Unterrichtsfach haben sollten, in dem existenzielle Fragen zur Sprache kommen. Die genauen Aufgaben und Ziele sowie einen Einblick in die Lerninhalte erhalten Sie weiter unten.

Ziele des Fachs Philosophie

Hier sei in erster Linie auf die Richtlinien für das Gymnasium und die Gesamtschule des Landes NRW verwiesen. Nur so viel: Alle Philosophielehrer am Päda sehen sich insbesondere der Vernunftkultur der Aufklärung verpflichtet und sehen es als erstrebenswertes Unterrichtsziel an, die Schülerinnen und Schüler mit diesem Denken vertraut zu machen und dessen Vorzüge vor irrationalen, intoleranten oder lebensfeindlichen Konzeptionen zu vermitteln. Dabei soll - angesichts der Globalisierung - die traditionelle Aufklärungsidee um den Gedanken der ökologischen Verantwortung und der Notwendigkeit des diskursiven Ringens um demokratische Lösungen erweitert werden.

Didaktische Konzeption

Im Sinne der doppelten Zielsetzung der Oberstufe, Wissenschaftspropädeutik und persönliche Entfaltung in sozialer Verantwortlichkeit gleichermaßen zu fördern, strebt das Fach Philosophie an:


a) die Vermittlung fachspezifischer Kenntnisse (also etwa die Vermittlung unterschiedlicher philosophischer Positionen zu einer grundlegenden Fragestellung, Zuordnung wichtiger Philosophen zu den verschiedenen philosophischen Schulen oder Richtungen, historische Hintergründe für die Entwicklung verschiedener philosophischer Positionen, Kenntnis der wesentlichen philosophischen Begriffe und Methoden,  etc.) als auch
b) die Schülerinnen und Schüler durch eine Gewöhnung an ein Denken, das übergeordnete und vernünftige Maßstäbe und Lösungen sucht, und durch das Einüben begründeter Urteile dazu zu ermutigen und zu befähigen, ihr Wissen und Handeln in interdisziplinäre Horizonte einzubringen (oder das zumindest zu üben), um so als Persönlichkeit verantwortlich zu wirken.
Analyse- und Argumentationskompetenz, die Bereitschaft zu kritischer Selbstreflexion und die Empathiefähigkeit sollten am Ende durch das ständige Trainieren im Dialog mit den fremden Gedanken ( und Texten) und den anderen Kursteilnehmern erweitert worden sein.

Die Frage der Eignung für das Fach

Hier geht es sicherlich in erster Linie um die Frage, ob sich eine Schülerin oder ein Schüler für philosophische Fragen interessiert, ob er gerne gelegentlich innehält, um sich seinen Gedanken zu überlassen, sich Fragen zu stellen, auf die es keine schnellen Antworten gibt, ob er sich gelegentlich zu wundern bereit ist oder sich jenseits aktueller Ereignisse gerne einmal grundsätzlichen Überlegungen überlässt. Eine gewisse Offenheit für gelegentlich Kurioses und Paradoxes, aber auch für sprachlich nicht immer nur leichte Kost, Freude am Diskutieren und echtes Interesse an der Position des Anderen sind willkommene Eigenschaften.


Methodisch werden die Kurse so gestaltet, dass jede Schülerin und jeder Schüler grundsätzlich das Fach schriftlich wählen kann, da das dafür notwendige methodische Handwerkszeug vermittelt wird. Dazu gehören der Umgang mit philosophischen Begriffen ebenso wie das Erlernen von speziellen Analyseverfahren. Aber auch das Entwickeln von systematischem Denken, die Strukturierung eigener philosophischer Gedanken nach bestimmten Verfahrenstechniken sind ein fester Bestandteil des Unterrichts.

Philosophie als mündliches oder schriftliches Fach?

Wer sich sicher ist, dass er sich zwar für Philosophie interessiert, das Fach aber nicht ins Abitur nehmen möchte, wird es nicht als eines seiner schriftlichen Fächer wählen. In der Regel wählen so viele Schüler Philosophie, dass es einen Klausurkurs und einen Kurs gibt, in dem keine Klausur, sondern lediglich Tests oder andere Formen schriftlicher Leistungsüberprüfung geschrieben werden.


Die Kurse werden normalerweise von unterschiedlichen Lehrern abgehalten. Die Schulleitung ist darum bemüht, die Zusammensetzung der Kurse beim Wechsel von der Einführungsphase zur Qualifikationsphase zu erhalten, sofern sich die Schüler bei ihrer Fächerwahl wieder für Philosophie entscheiden. Ein Wechsel von einem rein mündlichen Philosophiekurs zu einem Kurs, in dem Klausuren geschrieben werden, ist grundsätzlich möglich, aber nicht unbedingt zu empfehlen, da schriftliche Leistungsüberprüfungen in Form einer Klausur in der Einführungsphase methodisch gezielt eingeübt werden sollten. Dies geschieht zwar in beiden Kursen, das Fehlen des Ernstfalls einer Klausur sollte aber nicht unterschätzt werden.

Unterrichtsinhalte

Eine Reihe obligatorischer Inhalte (Pflicht) steht einem großen Freiraum gegenüber, in dem die Fachlehrer mit ihren Schülern inhaltliche Schwerpunkte des Unterrichts festlegen können.


Alle Themen aber haben viele sogenannte philosophische Dimensionen, die aus den philosophischen Disziplinen hergeleitet sind. Damit sind gemeint z.B.: eine „sittlich-praktische“ Dimension, in der die Auseinandersetzung mit Normen und Prinzipien des Handelns gefördert wird, oder eine „geschichtlich-gesellschaftliche und kulturelle“ Dimension, die die Abhängigkeit einzelner philosophischer Positionen von ihrer Entstehungszeit oder ihrem kulturellen Hintergrund thematisiert. Ich kann aber auch bei jedem Thema fragen, ob es etwa eine sogenannte „metaphysische“ Dimension hat, d.h.: ob es etwas enthält, das empirisch nicht mehr überprüfbar ist, ob es etwas enthält, das uns Fragen aufgibt, bei denen die herkömmlichen Antwortmöglichkeiten nicht mehr ausreichen, etwa die Frage nach dem Ursprung alles Seienden, dem Sinn der menschlichen Existenz u.a. Dann gibt es noch die sog. „erkenntnistheoretisch-wissenschaftstheoretische“ Dimension, welche danach fragt, ob die gegebenen philosophischen Antworten als wissenschaftlich gelten können, d. h. ob sie einen Anspruch auf Wahrheit oder unbedingte Gültigkeit erheben können, also ob sie überhaupt haltbar sind oder einfach unscharf oder in sich gar nicht schlüssig. So schärft diese Dimension das kritische Bewusstsein.

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